Gärtnerei und Baumschule Andreas Irrling aus Frankfurt (Oder)

Welttag der Narzisse

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Am vierten Freitag im August ist World Daffodil Day, also der internationale Tag der Narzisse. Es ist zwar kein botanischer Feiertag im eigentlichen Sinn, dafür aber ein wichtiger Aktionstag für den Kampf gegen Krebserkrankungen. Wir finden das großartig und möchten Ihnen deshalb ein wenig mehr darüber erzählen.


Die Narzisse und ihre symbolische Bedeutung

Die Narzisse, allen voran die gelbe Narzisse (auch als Osterglocke bekannt), gehört in unseren Parks und Gärten zu den heiß ersehnten Frühlingsboten. Benannt ist sie nach einem Halbgott aus der griechischen Mythologie, der sich, am Wasser sitzend, in sein eigenes Spiegelbild verliebte. Kein Wunder also, dass manche die prächtige Blume als Symbol für Schönheit und Eitelkeit betrachten. Viel stärker verbinden wir die Narzisse hierzulande jedoch mit den Begriffen Hoffnung, Erwachen, Auferstehung und Leben – wohl auch deshalb, weil sie ausgerechnet in der Osterzeit erblüht.

In der fernöstlichen Kultur gilt die Narzisse vor allem als Glückssymbol. Sie ist dort mit einer uralten Legende verknüpft und spielt unter anderem beim chinesischen Neujahrsfest eine Rolle. Die papierweiße Narzisse trägt sogar den wunderschönen Beinamen „chinesische heilige Lilie“.

Auch die Kultur des Islam gibt der Narzisse einen besonderen Stellenwert, denn arabische Dichter sehen in ihr ein Symbol für Augen. Bereits im 6. Jahrhundert soll ihre Blüte den persischen Großkönig Chosrau Anuschirwan so sehr an Augen erinnert haben, dass er sich davon ganz betören ließ. In der orientalischen Dichtkunst steht die Narzisse zuweilen auch für müde, blinde oder traurige Augen.


Wie ist der World Daffodil Day entstanden?

Da die Narzisse für Hoffnung und Leben steht, bot sie sich als Symbol für den Kampf gegen die heimtückische Krebskrankheit geradezu an. Bereits in den 1950-er Jahren begannen erste Krebsgesellschaften, die Blume in ihr Logo aufzunehmen, und schon bald erreichte dieses Symbol weltweiten Kultstatus. Ob in der Forschung, in der Krebshilfe oder im ehrenamtlichen Bereich: Überall dort, wo Menschen sich im Kampf gegen den Krebs engagieren, kommt es mittlerweile zum Einsatz. Ein erster Daffodil Day wurde 1957 im kanadischen Toronto veranstaltet. Die amerikanische Krebsgesellschaft organisiert seit den 1970-er Jahren eine ähnliche Kampagne und seit 1986 ist auch Australien dabei.

Der World Daffodil Day soll weltweit ein öffentliches Bewusstsein schaffen für die Nöte von Krebspatienten und für die wertvolle Arbeit der Krebsgesellschaften. Eine wesentliche Rolle spielen an diesem Tag Aktionen zur Spendensammlung, um die Forschung voranzutreiben und Betroffenen optimal helfen zu können. Neben dem internationalen Tag der Narzisse am vierten Freitag im August begehen einzelne Länder ihren eigenen Daffodil Day an anderen Tagen. In Kanada, USA und Irland zum Beispiel findet der Aktionstag jedes Jahr im Frühling statt.


Wie wird der World Daffodil Day begangen?

Natürlich dreht sich an diesem Tag alles um die Narzisse, und zwar meist in Verbindung mit Spendenaktionen. Dort, wo der Daffodil Day im Frühjahr stattfindet, bieten Ehrenamtliche in blühenden „Gärten der Hoffnung“ gegen eine Spende Kaffee und Kuchen an und überall werden Narzissen verkauft. Es gibt den Menschen ein gutes Gefühl, wenn sie zu Hause die herrlichen Frühlingsblumen in die Vase stellen und zugleich wissen, dass sie damit auch anderen etwas Gutes tun.

Am vierten Freitag im August blühen in der nördlichen Hemisphäre keine Narzissen. Trotzdem begleitet die symbolträchtige Blume am World Daffodil Day auch hier die Informations- und Spendenkampagnen. Ob leuchtend gelbe Papierblüten, Foto- und Kunstpostkarten oder coole Ansteck-Buttons – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und für einen kleinen Obolus kann jeder etwas erstehen, das ihm gefällt. Wer lieber selbst kreativ wird, kann mancherorts an einem Origami-Workshop teilnehmen und dort seine eigenen Narzissen herstellen.

All diese Aktivitäten dienen als Rahmen für eine breit angelegte Informationskampagne. Diese soll die Menschen für das Thema Krebs sensibilisieren, die Arbeit der Krebsgesellschaften vorstellen und Betroffenen Mut und Hoffnung machen.


Was machen SIE am World Daffodil Day?

Bis jetzt ist der World Daffodil Day vor allem in englischsprachigen Ländern wie USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland bekannt. Aber was sollte Sie daran hindern, in Ihrem Umfeld dafür zu werben und eventuell sogar eine Spendenaktion für die Deutsche Krebshilfe oder die Kinderkrebsstiftung zu organisieren? Narzissen blühen Ende August in Frankfurt (Oder) zwar nicht – aber vielleicht haben Sie ja eine künstlerische Ader, malen oder basteln gern. Bestimmt finden sich Abnehmer für Ihre Werke, die für den guten Zweck auch gern etwas spenden!

Statistisch gesehen leben heute etwa fünf Prozent aller Deutschen mit einer Krebsdiagnose und wahrscheinlich kennen auch Sie jemanden, der von diesem Schicksal betroffen ist. Nehmen Sie doch den World Daffodil Day einfach zum Anlass, wieder mal einen Krankenbesuch zu machen und zu zeigen, dass Sie da sind und Anteil nehmen! Bestimmt würde sich der/die Betroffene auch über einen schönen Blumenstrauß freuen – selbst dann, wenn es keine Narzissen sind. Falls Sie sich selbst nicht vor Ort befinden, können Sie online bei uns einen liebevoll gestalteten Geschenkgutschein bestellen. Der Empfänger erhält diesen per Post und kann ihn jederzeit in unserer Gärtnerei einlösen.


Was Sie als Gartenbesitzer über Narzissen wissen sollten

Lassen wir zum Schluss das Thema Krebs hinter uns und wenden wir uns den Narzissen zu: Der World Daffodil Day kann uns nämlich auch daran erinnern, dass es bald wieder Zeit ist, Zwiebeln fürs nächste Frühjahr zu pflanzen. Am besten bringen Sie Narzissenzwiebeln im September oder Oktober in die Erde. Die Pflanzen vermehren sich mit den Jahren von selbst und bilden im Beet dichte Horste. Wenn im Sommer alle oberirdischen Pflanzenteile verwelkt sind, können Sie die Zwiebeln ausgraben und von Hand teilen, um sie an anderer Stelle neu einzupflanzen.

Narzissen benötigen einen feuchten, nährstoffreichen Boden und möglichst viel Sonne. Sie gedeihen im Rasen ebenso gut wie im Beet und eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen. Wenn Sie besonders viel Freude an den Frühlingsblühern haben möchten, helfen Sie etwa einen Monat vor der Blütezeit mit etwas Dünger nach. Übrigens sollten Sie Narzissen im Beet nicht mit Tulpen mischen, da der Wasserbedarf beider Pflanzen zu unterschiedlich ist. Was die Narzisse an Wasser braucht, wäre für die Tulpe zu viel des Guten.


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